Wenn du das Gefühl hast die Uhren ticken anders, dann bist du auf Amrum

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Es ist wirklich so. Auf dieser Insel ticken die Uhren anders. Für mich jedenfalls. Das fängt schon auf der Fähre an. Sie bahnt sich langsam ihren Weg von Dagebüll durch die Fahrrinne. Entweder in 90 Minuten auf dem direkten Weg oder über Föhr, dann dauert es etwas länger. Ehrlich gesagt, auf der Hinfahrt war es mir sogar etwas zu langsam. Meine Güte, habe ich gedacht, leg doch mal einen Zahn zu. Dabei war so schönes Wetter und ich musste aus dem normalen Alltag erst mal runterkommen. Bei der Überfahrt kann man also ganz gut entschleunigen. Wir sind auf direktem Weg nach Wittdün, den größten Ort auf Amrum, gefahren.

Amrum hat 2.200 Einwohner aufgeteilt auf 5 Ortschaften, ist 2,5 km breit und 10 km lang. Mit dem Fahrrad einmal ringsrum an einem Tag ist zu schaffen. In Ortschaften darf nur 30 km gefahren werden und auf Landstraßen 70 km. Das ist Urlaub pur. Keiner drängelt, keiner hetzt. Insel-Feeling hoch drei also.

Auf der einen Seite die Vogelkolonien, auf der anderen Seite der Kniepsand.

Wir sind von Wittdün bis in den Norden der Insel gefahren. In Norddorf hatten wir ein kleines Ferienhaus für 2 Personen und da es auf Amrum auch keine „bösen Buben“ gibt, war die Tür nicht abgeschlossen bei unserer Ankunft. Der Schlüssel lag mit den Gästekarten auf dem Küchentisch neben einer Flasche Wasser und einer Flasche Wein zur Begrüßung.

Schauen und erleben

Amrum bietet so viel. In Norddorf von unserem Ferienhaus hatten wir es nur 400 m zum Deich. Wir sind auf dem Deich spazierengegangen, ich weiß nicht wieviel Kilometer. Rechts und links konnten wir einfach nur weit schauen und uns bei strahlendem Sonnenschein  den Wind um die Nase wehen lassen.

Der Leuchtturm auf Amrum ist der älteste an der Nordseeküste. Zu bestimmten Zeiten ist er geöffnet und wenn man es auf sich nehmen möchte und 295 Stufen hochklettert, dann hat man von oben einen fantastischen Ausblick. Hinzu kommt, dass der Leuchtturm mit seinen 41,8 m Höhe der höchste an der Schleswig-Holsteinischen Westküste ist.

Das Wetter ändert sich schnell an Meer, machmal sogar stündlich. Was macht man bei Regenwetter? Wir sind in Richtung Nebel gefahren und haben uns die alte Mühle angeschaut. Sie ist jetzt ein Museum und kann für 2,50 € p. P. besichtigt werden.

Die kleinen Geschäfte auf der Insel laden zum stöbern ein. Ich glaube, der Teeladen in Norddorf hat mich 3 x gesehen. Das Inselkino ist auch eine Möglichkeit, dem schlechten Wetter ein Schnippchen zu schlagen.

Restaurant gibt es sehr schöne auf der Insel. Man muss sich aber bewusst sein, dass man ohne Reservierung kaum einen Tisch bekommt.

Wer sein eigenes Fahrrad nicht mitbringt, kann fast an jeder Ecke in den Orten ein Fahrrad leihen. Na ja, fast an jeder Ecke. 🙂

Sonne, Sand und Meer...

… das ist Urlaub. Auf das Wasser schauen, bis zum Horizont. Die Sonne spiegelt sich darin. Die Möwen kreischen und ich beobachte amüsiert, wie sie ganz dreist an die Taschen und Körbe der Strandbesucher gehen und nach etwas Essbarem suchen. Einmal hatte eine sogar Glück. Sie zog aus einem Strandwagen eine Bäckertüte und flog davon. 3 Meter weiter versuchte sie die Tüte auseinanderzunehmen, um an den Inhalt zu kommen. Dabei hatte sie ihre liebe Not, ihre Artgenossen zu verscheuchen. Das Geschrei war riesengroß und artete fast in einen Kampf aus.

Friesenhäuser

Ich weiß nicht, wieviel Fotos ich von den schönen Häusern auf der Insel gemacht habe. Ein Haus ist schöner als das andere.

Nach dieser einen Woche habe ich gesagt: „Jawohl, Amrum ist meine Insel.“

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Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Liebe Gudrun
    Einmal Amrum immer Amrum, wenn ich Deine wunderschönen Fotos sehe, ist mir alles klar! Auch wenn du die Insel verlassen musst, bleibt ein Teil des Herzens zurück. Jeder braucht eine Insel, Du hast Deine gefunden, Du weisst ja, ich habe auch eine..danke für die inspirierenden Fotos.

    Grüne Grüsse

    gertrud

    1. Liebe Gertrud,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, ich war im März schon auf Sylt, aber die ist es nicht. Nicht für mich. An Irland denke ich auch immer gerne zurück. Vielleicht komme ich mal wieder Hon.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  2. Danke für den wunderbaren Reisebericht.
    Liebe Grüsse Petra

    1. Hallo Petra,
      gern geschehen. Wenn ich erstmal ins Schwärmen komme….

      Herzliche Grüße
      Gudrun

  3. Liebe Gudrun
    ich kenne weder Sylt noch Amrum-doch schönen Häuser sah ich schon in Fernsehproduktionen. Ich wohne ja an einem sehr schönen See und da kommt oder will? man nicht weg zur üblichen Reisezeit. In den Wintermonaten gehts dann ganz woanders hin. Aber wer weiß, vielleicht komme ich auch einmal in diese schöne Ecke der Welt. Liebe Grüße Gabi

    1. Liebe Gabi,
      ich glaube, wenn ich an einem See wohnen würde, bräuchte ich auch keinen Urlaub. Du lebst in einer wunderschönen Gegend, wo andere Urlaub machen.
      Liebe Grüße
      Gudrun

  4. Hallo Gudrun
    Danke für deinen Bericht über Amrum. Meine Neugier wurde geweckt. Sobald es mir möglich ist werde ich diese
    sicher wunderschöne Insel besuchen, obwohl mein Mann und ich bereits in die autofreie Naturinsel Hiddensee
    verliebt sind.
    Liebe Grüße
    Petra

    1. Liebe Petra,
      ja, jeder hat so seine Lieblingsinsel. Ich war in diesem Jahr im Frühjahr erstmals auf Sylt. Es war ein sehr schöner Urlaub und die Insel hat uns auch sehr gut gefallen. Aber sie ist eben anders als Amrum. So möchte ich unbedingt auch mal an die Ostsee und auch dort die Inseln kennenlernen. Aber es gibt so Ecken, an die oder auf die kehr man immer zurück.
      Liebe Grüße
      Gudrun

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