Buchvorstellung für Inselliebhaberinnen und Inselliebhaber

*Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung für Inselliebhaber*innen und Lesestoff*

Jetzt ist das Jahr schon wieder einige Tage alt. Mir kommt es wie eine Ewigkeit vor. Wir sind im 2. Lockdown. Die Maßnahmen sind noch mal härter als Weihnachten. Ich hoffe jedenfalls, dass wir es ab Frühjahr wieder etwas leichter haben werden.

Wie verbringst du deine freie Zeit zu Hause? Ich habe vor einiger Zeit Johann Lafer in einer Talkshow gesehen und er sagte, dass die Menschen wieder viel mehr kochen. Er hat das an Corona festgemacht. Viele Menschen sind im Homeoffice oder in Kurzarbeit. Restaurants haben geschlossen. Essen gehen ist also nicht. Kochst du mehr? Bei mir ist es so, dass ich nicht mehr koche, aber ich lasse mir mehr Zeit dabei.

Und…. natürlich lese ich viel. Das Buch, um das es hier heute geht, hat eigentlich mein Mann im November zum Geburtstag bekommen. Da er aber noch Lesestoff hatte, habe ich es mir genommen.

Sylt oder Amrum

Bist du eine Inselliebhaberin? Wer von meinen Leserinnen und (vielleicht) Lesern ist Inselliebhaberin oder Inselliebhaber? Finger hoch oder einen kurzen Kommentar (würde mich freuen). Ich habe 2019 eine Insel zu meiner Lieblingsinsel auserkoren. In dem Jahr war ich auf zwei Inseln. Im Frühjahr auf Sylt und im Herbst auf Amrum. Auf beiden Inseln war ich zum ersten mal. Beide waren für mich neu und haben mir gefallen. Aber welche hat mir mehr gefallen und an welcher habe ich mein Herz verloren? Na, was meinst du, welche ist meine Nr. 1 geworden? Nein, nicht Sylt.

A M R U M

Warum und wieso, das kannst du HIER nachlesen. Ich konnte immer nicht verstehen, wenn die Sylt-Liebhaberinnen und -Liebhaber ein paar Mal im Jahr nach Sylt fuhren. Aber ganz ehrlich,… jetzt verstehe ich sie. Ich könnte auch mehr als einmal im Jahr nach Amrum fahren. Dabei ist die Welt so groß und bunt und ich möchte noch einige andere Orte kennenlernen.

Mein Mann hat also zum Geburtstag einen Roman bekommen, der auf Amrum spielt. Eigentlich ist es ein Jugendbuch, aber wer sagt, dass mein Mann und ich nicht jung geblieben sind? 😉 Wer sagt mir, dass ich kein Jugendbuch lesen kann? Mit hat es jedenfalls sehr gut gefallen. Der Titel des Buches ist

Schatzfieber auf Amrum.

Der Autor Klaus-Peter Grzeschke lebt auf Amrum. Er ist Lehrer an der Inselschule und so bekommt man zu der Geschichte noch einiges Insiderwissen über die Insel dazu. Man erfährt etwas über das Inselleben, über Orte und Gebäude, über das frühere und heutige Amrum.

In dem Buch geht es um einen vergrabenen Schatz, den es wirklich gibt oder gegeben haben soll.

Malu fährt mit ihrer Mutter nicht zum ersten Mal auf die Insel. Sie haben schon einige Sommerferien hier verbracht. Früher immer mit Malus Vater, aber seitdem sich ihre Eltern getrennt haben, fährt sie mit ihrer Mutter allein.

In diesem Jahr sind einige Einheimische und Urlauber auf Amrum auf Schatzsuche. Die Geschichte kocht wieder hoch, seit die Schatzkiste von Hark Olufs gefunden wurde, nur ohne Schatz. Die Truhe steht aufgearbeitet im Heimatmuseum und viele Geschichten ranken sich um sie.

Da ist dieser Mann, den Malu und ihre Mutter auf der Fähre kennengelernt haben. Das Mädchen hat ihn „Hai“ getauft. Sie findet ihn sehr mysteriös. Ihre Mutter fing gleich an mit ihm zu flirten.

Da sind die alten Männer, die sich nachts bei Vollmond auf dem Eesenhugh treffen. Malu und ihr Freund Janne konnten sich gerade noch vor ihnen verstecken. Beinahe hätten die Alten sie entdeckt. Dabei wollten die beiden doch nur von dort aus das Meeresleuchten sehen und danach schwimmen gehen. Die Alten benehmen sich sehr merkwürdig und die Wortfetzen, die Janne auffangen kann, hören sich nicht gerade vertrauenerweckend an. Malu und ihre Freunde geraten immer mehr in die Geschehnisse. Immer mehr wird es ein Wettlauf mit der Zeit. Ob die jungen Leute den Schatz tatsächlich finden? Oder kommen ihnen die Alten zuvor? Wird der Schatz überhaupt gefunden?

Also, ich fand den Roman sehr humorvoll und spannend und habe nebenbei noch einiges über Amrum erfahren, das ich bis jetzt nicht wusste. Auf dem Eesenhugh war ich auch noch nicht. Es soll ein altes Hügelgrab direkt am Strand von Steenodde sein. Aber wie sagt man so schön:

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

Amrum ist für Oktober wieder gebucht, dann werde ich mir den Eesenhugh anschauen.

Ich wünsche dir eine schöne Zeit in dieser nicht ganz einfachen Zeit und denk an das schöne, was wieder kommen wird.

Liebe Grüße

Gudrun

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6 Antworten

  1. Liebe Gudrun

    Ja, ich bin eine Inselliebhaberin, also Finger hoch, und ein klares Ja, aus lauter Kehle und aus vollem Herzen. Du weisst ja Gudrun, an welche Insel ich mein Herz verloren habe. Ein Teil von mir ist immer auf meiner Grünen Insel, und in Gedanken halte ich mein Cottage in Schuss, die alten Mauern brauchen Luft, also öffne ich die Fenster und lasse den Wind durch die Räume ziehen. Danach feuere ich den Kamin ein, mache „a nice cup of tea“, setze mich in den Schaukelstuhl…und tue gar nichts mehr. Weil es schwierig ist aus diesem Stuhl wieder aufzustehen, ich sitze buchstäblich in der Falle (aus der ich nicht befreit werden möchte)
    Siehst du Gudrun, schon das Wort „Insel“ reicht, um mich ins Träumen zu bringen.
    AMRUN kenne ich leider nicht, aber du hast die Insel und das Buch so liebevoll und spannend vorgestellt, ich bin sicher, da würde es mir auch gefallen. Dieses wunderschöne Haus, dieser Eingang, und die Rosenranken, romantisch und einladend, genau mein Stil

    Und natürlich finde ich auch, dass Jugendbücher auch von Erwachsenen gelesen werden dürfen, das mache ich auch. Also eine tolle Lektüre für deinen Mann.
    Du hast recht, es werden wieder leichtere Zeiten kommen, und dann erfüllen wir uns unsere Inselträume.

    Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag, gertrud carey

    1. Liebe Gertrud,
      das hast du wieder mal schön geschrieben. Ich sehe es richtig vor Augen. Wenn wir Corona hoffentlich irgendwann hinter uns haben, muss ich, glaube ich, auch nochmal hin.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  2. Ich lese jetzt auch sehr viel, aber eigentlich schon immer. Was ist an Amrum anders als auf Sylt? Ich kenne Amrum nicht und dachte immer, das ist eine Insel für Eltern mit Kindern. Liebe Grüße 🙋‍♀️🙋‍♀️

    1. Liebe Christiane,
      Amrum und Sylt sind beide schön und Amrum ist nich nur für Eltern mit Kindern 🙂 Es hat uns auf Sylt auch gefallen, aber ehrlich gesagt, da zieht es mich nicht mehr hin. Sylt ist in meinen Augen eben „schick“, wogegen Amrum etwas ursprünglicher geblieben ist. Amrum ist schön 😉 Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Die Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  3. Liebe Gudrun, ich begleite Ihren Blog jetzt schon länger und freue mich über Ihre ansprechenden Texte und Links. Ich bin eher ein LESER als ein Kommentator, aber jetzt hat es mich doch sehr „getriggert“….das Inselthema. Ich bin quasi gefühlt großgeworden auf Sylt. Seit meinem 2. Lebensjahr waren wir immer im Sommer dort, später habe ich meine gesamten Sommerferien dort verbracht, ab und zu auch eine Winterwoche. Es war über lange Zeit „meine“ Insel…..Amrum kenne ich nur von Freunden meiner Eltern, die dort eine Ferienwohnung besitzen, von der jetzt die Kinder mitsamt deren Familien profitieren….es sind halt oft Familientraditonen, die weitergeführt werden. Das finde ich sehr schön.
    Meine Verbindung zu Sylt ist im Laufe der letzten Jahrzehnte abgebrochen, da sich die Insel sehr verändert hat. Optisch, atmosphärisch, durch manche Menschen, wie auch immer…..natürlich ist so etwas normal und nicht immer von Nachteil- in diesem Fall aber empfinde ich das so. Und so ist der Faden gerissen, was ich sehr schade finde, denn man ist halt schon ein bisschen sentimental 🙂 Wir waren immer in Rantum, also eher „bescheiden“ in einem kleinen Reethäuschen in den Dünen, mit Blick über das Watt und nicht weit bis zum Strand. Ich habe es geliebt, den typischen Geruch der Dünen, die Stege, das Geräusch meiner roten Klappern darauf und diese unbändige Vorfreude auf den ersten Blick auf das Meer! Die ist bei allen MeeresUrlauben bis heute geblieben! So etwas nutzt sich nie ab:)

    Herzliche Grüße
    Claudia Schütte

    1. Hallo Claudia,
      danke für Ihre Einblicke in Ihre Sylt-Erfahrungen. Letztes Frühjahr waren wir wie gesagt auf Sylt. Landschaftlich sehr schön. Wir haben viel gesehen auf der Insel und hatten ein hübsches kleines Hotel. Nun haben wir Sylt mal gesehen. Aber nun ist es auch gut. Wenn Sie Erinnerungen an früher haben, da passieren im Laufe der Jahre natürlich Veränderungen und es kann sein, dass sie einem nicht gefallen. Entweder akzeptiert man es oder man muss sich trennen. So ist das Leben. Ich sage immer, es gibt noch so viele andere schöne Ecken, die ich sehen möchte.
      Vielen Dank für Ihren Kommentar und für Ihr fleißiges lesen und danke für Ihr positives Feedback. Ich freue mich sehr.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

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