Gedankenkarussell? Atme!

Auch wenn mein Motto LEBE – LIEBE – LACHE heißt, gibt es bei mir nicht nur rosarote Luftballons und schneeweiße Einhörner. Wer meinen Blog schon länger liest, der oder die weiß das.

Das Leben ist eine Achterbahnfahrt

Achterbahn bin ich nur ein Mal in meinem Leben gefahren. Das ruckartige abwärtsfahren , das mein Herz in die Hose rutschen ließ und das hochgeschossen werden, das meinen Magen nach oben drückte, danke NEIN. Was ich geliebt habe, das war das Kettenkarussel. Das langsame Emporsteigen, bis ich von oben alles überblicken konnte. Ich habe mit den Beinen gebaumelt, den Menschen unten zugewunken und das Gesicht in den Fahrtwind gehalten. Das war meins. Glückshormone wurden ausgeschüttet und ich verließ den Jahrmarkt nicht, bevor ich nicht ein zweites oder dritten Mal gefahren war.

Karussel fahren ja, aber bitte kein Gedankenkarussel. Die Gedanken drehen sich im Kreis, führen zu keinem Ergebnis und bringen uns um den Schlaf.

Warum ich heute mit so einem ernsten Thema um die Ecke komme?

Weil es mir gerade so geht. Ich möchte meinen Gedanken gerne Einhalt gebieten, aber sie wollen nicht so wie ich. Kopfschmerzen haben mich geplagt. Mal mehr und mal weniger, aber nie so stark, dass ich zur Tablette gegriffen habe. Nach meiner Krebserkrankung 2019 und dem ganzen Behandlungsplan im Jahr darauf frage ich mich natürlich: Ist da was? Kann da was sein, trotz weiterer Behandlung?

Zuerst habe ich mich gefragt, liegt es am zu wenig trinken, oder am Wetter, sind es Nebenwirkungen der Tabletten oder was will mein Kopf mir sagen? Möglichkeiten gibt es viele.

Wie heißt es so schön? Glaub nicht alles, was du denkst!

Laut Studien denken wir im Schnitt 60.000 Gedanken an einem Tag. Unvorstellbar, was? Davon sind 3 % aufbauend, 25 % die schaden und 72 % sind flüchtige Gedanken, die aber trotzdem wirken.

Unsere Gedanken sind ein Produkt unseres Gehirns. Was tun?

Ich habe wieder angefangen zu meditieren. Wenn ich aus der Meditation komme, fühle ich mich frisch und klar.

Singen soll helfen. Ja, tatsächlich. Studien belegen, dass der Körper beim Singen keine Angstgefühle produzieren kann. Singen soll gegen Angst und Stress helfen. Oder stell dir eine rote Ampel vor, wenn dich negative Gedanken überrollen. Oder ein Stoppschild. Bei mir funktioniert auch, wenn ich mir innerlich mit fester Stimme STOPP sage.

Atme

Atemübungen helfen. Ich setze mich hin, schließe die Augen und atme tief in den Bauch ein. Dabei zähle ich bis sechs. Beim ausatmen zähle ich dann bis zehn. Also länger ausatmen wie einatmen. Und das ein paar mal und ich komme wieder runter.

Aber das allerwichtigste, ich habe einen Termin zum MRT und dann wird das Ganze abgeklärt. Allein dieser Gedanke gibt mir im Moment Sicherheit und Ruhe. Na ja, vielleicht. Etwas.

Und dann denke ich zwischendurch an rosarote Luftballons und schneeweiße Einhörner.

Hast du ein Mittel, wenn deine Gedanken Karussell fahren?

Ich wünsche dir ganz viele gute Gedanken.

Liebe Grüße

Gudrun

 

 

Bilder: Kettenkarussel EM80 auf Pixabay

            rose Luftballon Kranich17 auf Pixabay

            Beach Pexels auf Pixabay

 

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5 Antworten

  1. Hm…schwieriges Thema Gudrun.
    Im Augenblick kenne ich es auch. Zum Glück nicht zum Thema Gesundheit…wobei…erweitert, denn zuviel Streß im Job, in der Beziehung usw. greifen die Gesundheit an.
    Je älter ich werde, umso weniger bin ich bereit zu akzeptieren, dass mich andere „krank“ machen, desto netter möchte ich zu mir sein. Und desto eher nehme ich die Konsequenzen hin. Das Leben wird einfach immer kürzer. Warum also Kompromisse?
    Und wenn ich in einer Endlosspirale festhänge (denn am Ende des Tages ist all das leichter gesagt, als getan), dann hilft mir persönlich Sport am besten.
    Vorzugsweise mit lauter Musik raus in den Wald. Distanz gewinnen. Abschalten. Auspowern.
    Aber Meditation / Yoga usw. ist auch ein tolles Mittel.
    Hauptsache aktiv dagegen angehen und sich nicht ‚abfinden‘.
    Alles Liebe.

    1. Hallo Nicole,
      ich bin genau deiner Meinung. Ich habe mich in den letzten fünf Jahren sogar von Menschen in meinem Umfeld getrennt, die mir nicht gut tun.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  2. Liebe Gudrun,

    ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du nach deiner persönlichen Geschichte noch sensibler bist. Deshalb ist es gut, dass du dir Klarheit verschaffst. Ich drücke dir fest die Daumen, dass alles ok ist und die Ursache ganz harmlos.
    Gedankenkarussell kann schlimm sein, eben weil man unwillentlich auf der Stelle steht.
    Ich hatte das auch in den letzten Wochen, aber es wird.
    Und dass du dich von Menschen getrennt hast, die dir nicht gut tun,verstehe ich. Das befreit, ich kann es aus eigener Erfahrung sagen (auch wenn ich gern die Ursache bei mir suchte und immer dachte, das macht ‚,man‘ nicht).
    Ich wünsche dir alles Liebe und ausschließlich Kettenkarussell.
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      ganz herzlichen Dank.
      Aber warum suchen wir eigentlich immer den Fehler bei uns? Ist das ein Phänomän von uns Frauen oder bist du vielleicht auch Sternzeichen Waage?
      Nein, wir müssen auch mal NEIN sagen. Das klappt bei mir schon ganz oft, könnte aber noch öfter sein. Es geht mir darum, dass es mir gut geht. Da kann ich keinen Menschen gebrauchen, der mir meine ganze Kraft raussaugt.
      Alles liebe dir und bis bald
      Gudrun

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