Meine Mutmacher und helfenden Hände bei Brustkrebs

Jede Frau, die die Diagnose Brustkrebs bekommt, ist verzweifelt und weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Das Gedankenkarussell macht was es will und man bekommt es nicht zum Stillstand. An Schlaf ist nicht zu denken. Man hat so viele Fragen und saugt alle Antworten, die man bekommt auf, wie ein nasser Schwamm. Dann hat man so viele Informationen, dass einem der Kopf vorkommt wie ein Topf, auf den kein Deckel mehr passt.

So ging es mir.

Dann habe ich für mich ganz laut STOPP gesagt, einmal tief durchgeatmet und alle Informationen sortiert. Was ist wirklich wichtig und hilft mir weiter? Das Internet bringt nicht nur gute und seriöse Seiten.

Im Laufe der Zeit habe ich so meine hilfreichen Lieblingsseiten gefunden, die ich dir heute gerne vorstellen möchte. Die Reihenfolge ist nicht meine Beliebtheitsskala :). Die Frauen erzählen ihre Erfahrungen und geben Tipps, was ihnen geholfen hat. Da geht es dann schon mal ganz lustig und locker zu wie in dem Podcast „2 Frauen, 2 Brüste“. Das Thema Brustkrebs wird dabei auf keinen Fall verharmlost. Aber alles der Reihe nach.

Blogs

Prinzessin uffm Bersch, das ist Nicole. HIER Sie erhielt 2010 die Diagnose Brustkrebs mit 41 Jahren und sie ist alleinerziehende Mama eines mehrfach behinderten Sohnes. Auf ihrem Blog findest du ihre Geschichte, Mutanker und Lebensgeschichten von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Auch mich findest du dort. Nicole bat mich um einen Gastbeitrag, dem ich gerne nachgekommen bin. Auf ihrer Seite „Schnupperseiten“ findest du alles angefangen von der Deutschen Krebshilfe über Krebs und Kinderwunsch, den Verein mamazone e. V., Onkolotsen und noch viel mehr. Und sie schreibt über ihren Sohn, liebevoll Summsemann genannt.

Pauline Ellerbrock erzählt auf ihrem Blog Paulina Paulette HIER in einem Krebstagebuch ihre Geschichte. In ihrer Rubrik Empfehlungen findest du viele Links, die aufklären und die auch mir weitergeholfen haben. In den Erfahrungsberichten kommen Frauen zu Wort, die an Krebs erkrankt sind oder waren. Paulina nennt es „Lass mal schnacken“. Sie erzählen ihre Geschichte und wie sie mit der Diagnose Brustkrebs umgegangen sind. Und dann gibt es noch unter den Erfahrungsberichten die Tipps und Tricks für die Chemozeit.
th!nk pink club HIER, auf diese Seite bin ich erst vor ein paar Tagen gestoßen. Nadja Will hat diesen Club bzw. diese Seite ins Leben gerufen, weil sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit allen Frauen teilen will. Sie möchte ein Netzwerk schaffen, in dem Frauen mit Brustkrebs nicht mehr alleine sind.

Gemeinnützige Vereine und Gesellschaften

Dann gibt es den Verein LebensHeldin! e.V. HIER Der Verein sagt: Wir denken Heilung neu. Er möchte helfen die Lebensqualität zu verbessern. Genauso die Gesundungsrate. Die LebensHeldinnen möchten, dass die an Brustkrebs erkrankten Frauen ihre Selbstsicherheit und ihr Selbstwertgefühl steigern. Mit den Mitgliedsbeiträgen ermöglichen sie Healing-Reisen, Workshops und Seminare.

© LebensHeldin! e. V.

Die DKMS LIFE möchte ich hier nicht vergessen. HIER Sie bietet im ganzen Bundesgebiet für krebskranke Frauen Kosmetikseminare an. Ich hatte das Glück, noch vor der Coronazeit so ein Seminar besuchen zu können. Die Krebstherapie verändert einen Menschen innerlich und äußerlich. Was in einem Menschen vorgeht, das weiß man nicht. Äußerlich lässt sich eine Chemotherapie nicht verbergen. Mit ihrem look good feel better Programm möchte die DKMS LIFE  die Frauen wieder zum Strahlen bringen. Dabei werden sie von namhaften Kosmetikherstellern unterstützt, die die Kosmetikprodukte sponsern.

Podcast

Auf was ich alle 14 Tage hin fiebere ist der Podcast 2 Frauen, 2 Brüste. Diesen Podcast findest du auf allen gängien Podcast-Portalen. Paulina Ellerbrock und Alexandra von Korff haben es echt drauf. Beide waren an Brustkrebs erkrankt und sie erzählen mit viel Humor über den Alltag mit Krebs ohne die Ernsthaftigkeit aus den Augen zu verlieren. In ihren Beiträgen geht es um Vorsorge vs Früherkennung, Krebs mit Kleinkindern, über Schlüsselmomente, Körpervertrauen, Finanzen, Sexualität und und und.

Buchtipp

Einen Buchtipp habe ich noch. Als ich das Netz nach meiner Diagnose nach Informationen durchsuchte, wurde ich von den vielen Beiträgen doch schnell runtergezogen. Sie waren zwar fachlich gut aber zu medizinisch und irgendwie überforderten sie mich auch. Ich fragte mich, gibt es denn nicht etwas anderes. Alltagstaugliche Unterstützung z. B. und Informationen die nicht so trocken medizinisch rüberkommen . Dann habe ich das gefunden:

„Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“


Ja, genau das wollte ich. Trotzdem lachen. Als Lachyoga-Leiterin habe ich mit meinen Teilnehmer/innen viel gelacht und das sollte mir der Krebs nicht nehmen. Sabine Dinkel schreibt mit viel Humor über ihre Krebserkrankung. Der Humor hat sie durch ihre schwierigsten Situationen getragen und das möchte sie mit ihrem Buch auch weitergeben. Dabei kommt das medizinische in einer verständlichen Sprache nicht zu kurz. Alleine schon ihre Kapitelüberschriften sind zum Schmunzeln:

Arschbombe in die Untiefen des Lebens

Planet Schnieptröte

Ein bisschen Fachgedöns anders erklärt

Schutzfaktor Humor

Über Krebs sprechen

Heute wird über Krebs immer noch nicht genug gesprochen. Das Wort Krebs wird nicht mal in den Mund genommen. Das habe ich auch erfahren. Hier habe ich nur einige, für mich interessante Seiten aufgezeigt. Ich weiß, es gibt noch viel mehr wie z. B. die mammo.maedels und ich lese auch noch viel mehr wie z. B. das mamma_mia_brustkrebsmagazin. Alle Frauen, die mit ihrer Krebserkrankung an die Öffentlichkeit gehen, sind nicht auf Mitleid oder Effekthascherei aus. Sie möchten Mut machen und zeigen, dass es zu schaffen ist auch wenn es nicht einfach ist.

Ein Leben mit Krebs ist möglich.

Lass es dir gut gehen

Gudrun

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