Brustkrebsmonat Oktober – es trifft nicht nur die anderen

Der Oktober ist fast vorbei und ich möchte mich den vielen Aktionen in diesem Monat anschließen und unbedingt auf den Pink Oktober – dem Brustkrebsmonat hinweisen. 75.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu an Brustkrebs, das ist jede achte Frau.

Im Oktober wird jährlich international der Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein getragen, denn Brustkrebs ist die häufigste Erkrankung bei Frauen. Es geht um Vorbeugung, Forschung und Behandlung. Es kann jede Frau treffen, nicht nur die ab 50. Immer mehr junge Frauen erkranken an Brustkrebs. Und auch Männer.

Brustkrebs-Früherkennung...

…ist die wichtigste Voraussetzung um Brustkrebs zu heilen. Die Überlebensrate beträgt 82 % bezogen auf 10 Jahre (pinkribbon-deutschland/fakten).

Ich möchte hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommen und auf die Selbstabtastung hinweisen. Das sollte eigentlich für jede Frau eine Selbstverständlichkeit sein. Gut, einen Monat kann man es vielleicht mal vergessen. Sollte man aber nicht. Jede Frau weiß, wie wichtig das ist. Also Mädels (egal welchen Alters) denkt dran: Gebt acht auf euch.

Laut  Appino haben 63 % den Brustkrebsmonat 2018 gar nicht wahrgenomnmen (appino/brustkrebsmonat). Die mammo.maedels zum Beispiel sind auf Instagram und Facebook unterwegs. Sie haben in diesem Jahr die Aktion „Gib acht auf dich“ gestartet. Auf ihrer Instagram-Seite stellen sich viele tolle Frau vor, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren. Jede erzählt eine Geschichte. Ihre Geschichte und das sind Mut-mach-Geschichten. Schaut bitte mal vorbei.

Ich kenne Frauen, die mit dem Gedanken hadern, zur Mammographie zu gehen. Es wurden dort schon positive Befunde erstellt, die sich später als falschg herausgestellt haben. Gut, man hat in der Zeit bis endgültigen Befund (z. B. durch Biopsie) gebibbert und dann hat sich das Blatt zum Guten gewendet. Aber was wenn nicht? Was passiert, wenn ich oder ihr nich zur Mammographie gehen und dann ist da in uns was, das da nicht hingehört und immer weiter um sich greift? Brustkrebs früh erkannt ist gut behandelbar.

Brustkrebs trifft doch eigentlich immer nur die anderen

Ist doch so oder? Wenn man im engeren und weiteren Umfeld von einer schweren Erkrankung eines Menschen erfährt, dann ist man erst einmal betroffen und bestürzt und wünscht demjenigen oder derjenigen alles Gute. Das einem das auch passieren kann, das schiebt man weit weg. Oder man lässt den Gedanken kurz aufploppen und man fragt sich, wie es einem selbst in der Situation gehen würde und wie man damit umgeht. Aber dann war es das schon, denn, das Leben geht ja weiter. So habe ich bisher auch gedacht. Aber nun kann ich den Gedanken nicht mehr fortschieben.

Ich habe Brustkrebs.

Vorwürfe, irgendetwas nicht getan zu haben, kann ich mir nun wirklich nicht machen. Selbstabtastung und zwei Mal im Jahr zu meiner Frauenärztin gehören seit vielen Jahren dazu. Sie hat nicht nur einmal Krebsvorsorge gemacht sondern sie hat jedes Mal die Brust abgetastet und sie hat selbst nichts gemerkt. Da mache ich ihr auch gar keinen Vorwurf. Ich kenne meine Ärztin seit über 30 Jahren und konnte mich immer auf sie verlassen. Da ich sehr dichtes Brustgewebe habe, hat sie mich jedes Jahr zur Mammographie geschickt. Gott sei Dank. Erst da wurde der Brustkrebs festgestellt. Die Ärzte, die ich bis jetzt aufsuchen musste, haben die beiden Tumore nie auf Anhieb gefunden.

Ich werde nächste Woche die Chemo beginnen und dann geht es Schritt für Schritt weiter.

Ihr werdet weiter von mir hier hören. Vielleicht nicht in so regelmäßigen Abständen, dass muss ich sehen. Aber ihr kennt mein Motte: LEBE – LIEBE – LACHE

Gebt acht auf euch

Gudrun

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Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Liebe Gudrun ,
    ich wünsche dir für deinen bevorstehenden Weg ganz viel Kraft und Zuversicht. Eine positive Grundeinstellung gehört unbedingt dazu.
    Ich weiß das auch. Nicht umsonst habe ich lebe liebe lache als Motto.
    Meine guten Wünsche begleiten dich.
    Liebe Grüsse
    Petra

    1. Liebe Petra,
      vielen herzlichen Dank. Ja, ich stehe auf dem Standpunkt jammern und heulen hilft nichts. Die Zeit wird sicher nicht einfach und es wird sicher auch Zeiten geben, in denen man down ist, aber schließlich will ich wieder gesund werden. Also gehe ich das an.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  2. Brustkrebs kann tückisch sein und manchmal nicht sofort zu erkennen – so wie bei dir.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! Zeig dem Scheißding, wo der Hammer hängt 😉
    LG
    Sabienes

    1. Hallo Sabienes,
      vielen Dank für deine aufmunternden Worte von wegen Scheißding und Hammer 🙂
      Da will ich doch mal sehen, dass ich dieses Ding klein kriege. 😉
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  3. Liebe Gudrun, das tut mir so sehr leid. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft in der nächsten Zeit und ich bin sicher, alles wird gut. Ich halte Dir jedenfalls alle meine Daumen und denke fest an Dich.
    Liebe Grüße
    Karin

    1. Liebe Karin,
      danke für deine Worte. Ja, ich werde alles dafür tun und ich gehe fest davon aus, dass alles gut wird.
      Was anderes kommt für mich nicht in Betracht. 😉
      Liebe Grüße
      Gudrun

  4. Liebe Gudrun
    Dass Du an Brustkrebs erkrankt bist tut mir sehr leid, und es berührt mich tief. Ich danke Dir für Deine Offenheit. Einige Menschen in unserem Umfeld sind an Krebs erkrankt, das macht mich betroffen und ich fühle mit. Wie Du richtig sagst, denkt man oft es betrifft nur die anderen, vielleicht ist das eine Möglichkeit um zu verdrängen was nicht sein darf.
    Wie Du mache ich auch regelmässige Untersuchungen, nur mit dem selbst abtasten bin ich nicht so zuverlässig, was ich sofort ändern werde. Vielen Dank dass Du darauf aufmerksam machst. Für die kommende Zeit der Behandlung wünsche ich Dir von Herzen viel Kraft, Dein positives und bejahendes Wesen wird Dir helfen wieder ganz gesund zu werden.

    Ich denke an Dich, sei lieb gegrüsst.
    gertrud

    1. Liebe Gertrud,
      vielen herzlichen Dank. Ja, die Verdrängungstaktik liegt uns Menschen. Wenn man selbst erkrankt ist, dann bekommt man erstmal mit, wieviel Menschen im Umfeld auch daran erkrankt sind. Und da gibt es jemanden der einen kennt und der wiederum einen kennt usw. Vorher hat man das gar nicht so mitbekommen.
      Ich werde das ganze angehen. Es wird sicher auch Scheißtage geben *entschuldige*, aber das ist eben so. Nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein.
      Liebe Grüße
      Gudrun

  5. Liebe Gudrun,
    das tut mir sehr leid, dass du an Brustkrebs erkrankt bist. Bei mir liegt es nun genau 10 Jahre zurück, zu meinem 50. Geburtstag. Aber schau, ich bin immer noch da! Lebe, liebe, lache! Es kommen Tage in denen man absinkt und dann solche an denen man wieder hochschwimmt. Familie, Freunde, positive Einstellung sind wichtig und der glaube an die innere, eigene Kraft. Mir hat damals der Tip meiner Cousinen geholfen, das Lied von Milva „Hurra, wir leben noch“; immer als wir miteinander sprachen, sagten sie zu mir, schau uns doch an „Hurra, wir leben noch“. Das und das Vertrauen in meine Ärzte.
    Liebe Grüsse
    Gabrielle

    1. Liebe Gabrielle,
      danke für deinen Zuspruch. Na, das ist doch ein toller Zuspruch „Hurra, wir leben noch“.
      Ich habe schon so viele aufmunternde Worte bekommen. Vor allen Dingen die lustigen, die mit einem Augenzwinkern oder auch „Hurra, wir leben noch“ sind total toll. Die werde ich mir immer ins Gedächtnis rufen, wenn ich bei der Chemo sitze. Vielen lieben Dank.
      Liebe Grüße
      Gudrun

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