Bloggen, wie geht das eigentlich

 

 

Für mich oder auch für dich, die wir schon ein paar Jahre bloggen, ist es so selbstverständlich. Aber andere, die damit nichts am Hut haben, die können sich überhaupt nicht vorstellen, was damit verbunden ist.

Ich habe mich am Montag mit ehemaligen Kolleginnen getroffen. Viele Jahre haben wir zusammengearbeitet und wie es dann im Berufsleben so ist, haben wir uns alle anderweitig orientiert, aber unsere Verbundenheit ist geblieben. So treffen wir uns regelmäßig und tauschen uns aus über große und kleine Begebenheiten, über Arbeit, Freizeit, bevorstehende Reisen. Wie ist es uns in der Zeit nach dem letzten Treffen ergangen und das alles bei Kaffee und Kuchen. Die Zeit vergeht immer viel zu schnell. Aber das kennst du sicher.

Ich wurde dann auch über meinen Blog ausgefragt 😉 und so habe ich gedacht, dass ich heute mal aus dem Nähkästchen plaudere. Für meine Leserinnen, die keinen Blog betreiben, ist es vielleicht mal ganz interessant, wie ein Beitrag zustande kommt. Wenn du auch einen Blog schreibst, erzähl doch mal, wie es bei dir ist und wie du das siehst.

Über die Technik, wie man einen Blog über WordPress, Jimdo oder Wix einrichtet, erzähle ich mal nichts. Das würde überhand nehmen und kann man nicht in einer Trockenübung hier erklären. Das zu schreiben, das würde ein ganzes Handbuch ergeben.

 

Wie kommst du bloß immer auf die Themen?

 

Tja, Kathrin und Anette, das ist das Leben. Das ist das, was ich gerne tue und woran ich andere teilhaben lassen möchte.

Manchmal ist es ganz einfach, da fliegen mir die Themen nur so zu. Dann notiere ich sie ganz fix auf einen Zettel, egal wo ich gerade bin. Alle Themen sammele ich in meinem Journal, damit die Zettel auf meinem Schreibtisch nicht herumfliegen.

Und dann mal wieder, da rückt der Zeitpunkt einer Beitragsveröffentlichung immer näher und ich hadere mit mir und habe keine Idee. Davon lasse ich mich aber nicht verrückt machen – manchmal 😉 – ich muss den Blog nicht jede Woche bespielen. Ich verdiene ja nicht meinen Lebensunterhalt damit.

Ich bewundere einige Blogger-Kolleginnen, die zwei bis drei Beiträge die Woche bringen.

 

Wie lange brauchst du für einen Beitrag?

 

Das ist verschieden. Ich schreibe den Beitrag erst als Entwurf. Damit fange ich am Dienstag an. Wenn ich nicht groß recherchieren muss, dann wird er in der Regel auch fertig. Also ich brauche ca. 2 Stunden. Mal mehr, mal weniger. Das kommt auf das Thema an. Dann ruht er erst einmal wie ein guter Vorteig 😉

Am Donnerstag ist der Vorteig sprich Entwurf nicht aufgegangen, sondern bei mir erst mal gesackt. Dann nehme ich ihn mir noch einmal vor und überarbeite ihn. Da wird dann gestrichen, Sätze umgestellt und an der Formulierung gefeilt. Danach jage ich ihn durch die Rechtschreibprüfung. Nicht, dass ich die Rechtschreibung nicht drauf hätte, aber wenn man den Beitrag gefühlt zwanzigmal und mehr gelesen hat, dann sieht man den Wald vor Bäumen nicht mehr und Tippfehler schleichen sich immer ein. Sicher ist sicher. Da kommt bei mir mal wieder die Perfektionistin durch.

Was dann noch fehlt, sind Fotos. Am Einfachsten ist es, wenn ich schon fertiges Bildmaterial habe. Ansonsten heißt es Fotos machen. Wenn ich in Innenräumen fotografiere, dann muss das Licht passen, dann wird alles, was aufs Bild soll, schön arrangiert und es wird aus den verschiedensten Perspektiven aufgenommen. Danach heißt es Bildbearbeitung und die Bilder müssen eine bestimmte Größe haben, dass sie sich beim Laden der Webseite schnell öffnen.

Und dann ist es endlich so weit und der Beitrag kommt spätestens Freitag Nachmittag auf meinen Blog. Dann kann es aber auch passieren, dass ich da noch kleine Änderungen vornehme. Und dann, tataaaa, FERTIG ! Dann hast du den Beitrag am Samstag in deinem Newsletter.

Alles in allem können 4 – 5 Stunden zusammenkommen.

 

Deine Beiträge sind so schön, es kommt mir immer vor wie ein Besuch von dir

 

Danke schön, liebe Claudia. Ich fühle mich geschmeichelt. Ich habe am Anfang meine Leserinnen immer alle angesprochen, also Mehrzahl. Irgendwann bin ich dazu übergegangen und nun spreche ich jede persönlich an, also du. Beim Schreiben stelle ich mir meine Leserin vor, wie sie gerade vor dem Rechner oder am Tablet sitzt und einen Beitrag liest wie eine gute Freundin. Und dann spreche ich mit ihr. Und nur mit ihr. Dieser Beitrag ist dann wie ein Brief, in dem ich ihr von einer Begebenheit erzähle oder wie, warum und was ich gemacht habe.

Und glaub mir, das ist manchmal nicht so einfach. Oft überkommen mich Selbstzweifel. Wer will das überhaupt lesen, frage ich mich. Macht das überhaupt alles Sinn?

Es muss nicht alles Sinn machen im Leben. Es reicht hin, wenn es Spaß macht.

 

Verdienst du mit deinem Blog Geld?

 

Das ist eine gute Frage. Als ich meine erste Kooperationsanfrage bekam, habe ich gegoogelt, was man nehmen kann. Aber ich habe keine Zahlen gefunden. Was kann man verlangen für das, was der Auftraggeber möchte? Sehr schwierig. Da stellt sich die Frage: Was bist du dir Wert? Was ist dir deine Arbeit Wert?

Aber schlussendlich habe ich einen / meinen Weg gefunden.

Was ich nicht mehr mache, das ich mich mit dem Produkt bezahlen lasse (also ich kann das Produkt behalten). Das hört sich jetzt vielleicht arrogant an, aber das Produkt, welches ich als Bezahlung für den Beitrag bekomme, bezahlt nicht meine Kosten, die ich habe. Die Firma kann es als Werbung abschreiben und ich muss es als geldwerten Vorteil beim Finanzamt versteuern. Da ich noch Kurse gebe und Einnahmen vom Verkauf meines Romans habe, habe ich beim Finanzamt meine Selbstständigkeit angegeben. So auch meinen Blog.

Also, wenn eine Kooperationsanfrage kommt, ja, dann verdiene ich damit auch Geld.

Hast du Ahnung von der ganzen Technik, die hinter dem Blog steckt?

 

Frag mich lieber nicht. Aber ich gebe es zu, NEIN. Als ich 2016 angefangen habe, da habe ich meinen Blog in einem Baukastensystem selbst ins Leben gerufen. Das war nicht so schwer, wenn man den Bogen erst einmal raus hatte. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir das nicht mehr reicht, da es einige Funktionen nicht gab. Heute ist das schon wieder anders.

Dann habe ich mich mit WordPress auseinandergesetzt. Ich wollte aber keinen neuen Blog erstellen. Es wäre schade um den Bestehenden gewesen. Also, was blieb für eine Möglichkeit? Den bestehenden Blog rüberzuholen nach WordPress. Das habe ich mir aber nicht zugetraut.

Meinen Mann brauchte ich erst gar nicht fragen, der hat von so etwas gar keine Ahnung und mein Sohn hat mit Arbeit, Familie und allem drum und dran sein eigenes Lebenn. Den wollte ich nicht fragen. So habe ich im Internet nach jemanden gesucht, der das kann und bin fündig geworden, sogar ganz in meiner Nähe. Der Preis war ok und so sind wir uns schnell einig geworden.

Heute läuft mein Blog. Ich weiß, wie ich ihn mit Beiträgen füttern kann und so einiges mehr. Aber wenn irgendwo und irgendwie die Technik muckelt, dann rufe ich um Hilfe bei meinem Fachmann. Meistens sind es nur kleine Sachen, dann bekomme ich eine Rückmeldung: Schon erledigt. Oder er gibt mir einen Tipp, wie ich es alleine kann.

Wie heißt es so schön:

 

 

Das alles steckt hinter 60-plus-na-und und ich glaube, ich habe bestimmt noch etwas vergessen.

Ich weiß, dass meine ehemaligen Kolleginnen meinen Newsletter abonniert haben. Am Montag bin ich nicht so ins Detail gegangen, jetzt wissen sie noch etwas mehr über mich und meinen Blog. Vielleicht war es für die eine oder andere Nicht-Bloggerin auch interessant.

Wie sieht es bei dir als Bloggerin aus? Würdest du mir deine Meinung oder Tipps und Tricks zu meinen Fragen verraten?

Ich wünsche dir weiterhin viel Sonnenschein.

Liebe Grüße

Gudrun

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16 Antworten

  1. Liebe Grudrun,

    ja manchmal sprudelt es aus einem so heraus und dann wieder stockt es.

    Aber ich glaube, auch jeder Autor eines Buches oder wie auch immer hat so Phasen und ein schönes Hobby sollte es ja bleiben und kein Streß Faktor werden.

    Die liebe Technik, vieles kann ich selbst, aber auch ich komme manchmal ins Routieren, vor allem wenn ich etwas ausprobiere und merke, das ist nichts und dann nichts mehr so wirklich ist wie vorher. Dann bekomme ich echt die Panik.

    Puh, bis dato habe ich dann auch mit viel Fragen hinbekommen und ich jetzt auch schon vorsichtiger geworden und lasse viele schnack schnacks weg. Das ist besser so

    Aber ich bin froh, das Du Bloggst. 🙂 So haben wir uns ja auch kennen gelernt ❤️.

    Manche schimpfen ja über Social Media und Co und sagen oft, ach Ihr Blogger. Ich kenne das hier aus meinem Ort.
    Keine Ahnung, aber pöbbeln. Früher hat es mich geärgert. Heute drehe ich mich um und lass sie reden.

    Ein schöner Artikel war es wieder, da hast Du mich auf eine Idee 💡 gebracht.

    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke, ja dafür, dass wir beide bloggen, ist daraus etwas Schönes erwachsen. Und ganz ehrlich, was die anderen sagen, sollte uns egal sein.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  2. liebe Gudrun !

    Jeder hat an dem , was er tut , schon mal so seine Selbstzweifel !

    Das ist ganz im Rahmen und vollkommen o.k. !

    Keiner ist perfekt , Kritiker sollen es erst mal b e s s e r machen …..

    Mach so in dem Stil weiter !

    Jedenfalls glaube ich ganz fest,
    dass Du eine ganze Menge
    Fallover in und um dein Alter
    ansprichst und sie an dem , was
    du bloggst , auch sehr viel Interesse
    zeigen ! !

    Du bist eben einmalig
    und kannst stolz auf Dich sein ! !

    — soweit mein Kommentar,

    lieben Gruss von
    Katharina !!

    .

    1. Liebe Katharina,
      ganz herzlichen Dank für deinen Zuspruch. Manchmal muss man immer wieder mit der Nase darauf gestupst werten. Ich freue, über jede und jeden der bei mir lesen kommt.
      Herzliche Grüße und einen schönen Wochenbeginn
      Gudrun

  3. Hallo liebe Gudrun, ein guter, informativer Beitrag. Da ich selbst auch blogge, war mir vieles bekannt und gerade das mit der Bezahlung ist mir ein großes Anliegen. Ich gebe zu auf Instagram gehe ich auch Kooperationen auf Barter-Basis ein, aber ich habe eine Preisliste und die Ware muss der Preisliste entsprechen. Und da zeigt sich dann schon, dass die meisten Anfragen rausfallen und zudem muss ich von der Ware auch überzeugt sein, sonst macht es ja keinen Sinn, die zu erhalten. Kosmetikanfragen nehme ich kaum oder selten an, meiner Meinung nach ist es unglaubwürdig die Produkte zu wechseln und zu testen wie Unterhosen, die Haut würde verrückt spielen, meine zumindest.
    Auf dem Blog halte ich es wie Du, da wird nur gegen Bezahlung gearbeitet. Und egal wo und was, es steckt eine Menge Arbeit dahinter. Ich habe früher in der Werbefotografie gearbeitet und Fotoproduktionen organisiert und finde es sehr schade, dass mittlerweile große Firmen und Konzerne versuchen, „kleine“ Blogger, die das vielleicht nicht hauptberuflich machen, zu übervorteilen. Wie immer und überall gibt es auch hier eine Mitte.
    Mein Wort zum Sonntag und für Dich einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Sigi

    1. Da ticken wir beide ja gleich, liebe Sigi. Mit Kosmetikanfragen, da geht es mir auch so. Ich kann mir heute nicht die Tages- oder Nachtcreme draufschmieren 😉 und in 14 Tagen wieder etwas anderes. Das finde ich auch unglaubwürdig. Meine Absagen an die Firma XY formuliere ich nett und freundlich und begründe das auch so, wie ich es im Beitrag geschrieben habe.
      Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag und vor allen Dingen eine sonnige Woche
      Gudrun

  4. Also da bist Du schon sehr professionell finde ich, liebe Grudrun.
    Bei mir ist immer: entweder es überkommt mich, dann schreibe ich es runter, oder nicht 🙂

    Und dass Du Werbung machst, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Was gut ist. Authentizität ist wichtig und macht uns auf.

    Schöne Woche für Dich!

    1. Ich kann auch Themen haben und es überkommt mich nicht 😉 . Hat es auch schon gegeben.
      Und Werbung hält sich in Grenzen, dazu habe ich nicht genug Reichweite. Aber wenn eine Anfrage kommt, dann schau ich schon genau hin.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  5. Liebe Gudrun,
    Mein Blog ist ja noch ein Kleinkind. Aber viele deiner Erfahrungen teile ich ebenso.

    Diese Bezahlsache ist schwierig und ich empfinde es auch immer noch so. Genauso, was die Absagen zu formulieren betrifft.
    Ich mache, womit ich mich identifizieren kann oder worauf ich selber neugierig bin und überlege dann, ob es auch meinen Leserinnen gefällt.

    Aber in einem Beitrag steckt immer viel Herzblut und Liebe- wie im gesamten Blog.
    Für mich habe ich mir mit dem Bloggen einen Traum erfüllt und ich hoffe, es ist im Guten professionell, es macht Freude und ist eine Bereicherung ohne eine Nische zu sein.

    So wie bei dir.

    Schön, dass es dich hier gibt.
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      dass dein Herzblut in deinem Blog steckt, das sieht und liest man. Ich bewundere dich, dass du es schaffst, 3 x die Woche einen Beitrag zu bringen. Mit Nische habe ich mich auch schwergetan. Das Leben ist so vielfältig und bunt, da kann ich mich nicht festlegen. Es gibt natürlich Bloggerinnen, die sind so fit und sind Expertinen auf einem Gebiet, da passt das natürlich, wenn es nur um ein Thema geht.
      Freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  6. Mir geht es genauso, manchmal hast du 10 Ideen und manchmal kommt nix. Ich notiere mir ebenfalls alles auf… Ideen, Themen, Wörter, Titel. Ich produziere und lasse auch ruhen. Dann geht es online. Mein Blog nimmt mich schon zeitlich in Anspruch, da ich es mit Bildern füttere und die müssen natürlich produziert und thematisch angepasst werden. Auch ich poste nicht unbedingt einmal die Woche. Bin auch ehrlich und sage zweimal wöchentlich finde ich übertrieben. Über jeden Pips muss ich auch nicht schreiben oder lesen. Ich finde, du hast es sehr gut zusammengefasst. Wünsche dir weiterhin viel Spaß und sende liebe Grüße! P.s: meine Kollegen haben auch Null Ahnung was hinter einem Blog steckt 😉

    1. Hallo Mira, dein Blog kommt super rüber und man merkt, wieviel arbeit dahinter steckt. Und was wichtig ist, du bist immer autentisch. Deine Videos über das Binden von Tüchern, das war echt der Hammer. Da werde ich nochmal öfter hinschauen, wenn ich mir ein Tuch binden möchte.
      Bis blad und ganz liebe Grüße
      Gudrun

  7. Schön geschriebener Beitrag! Schön mal zu erfahren, wie es bei anderen so läuft!
    Und ja, hinter dem Bloggen steckt ganz viel Arbeit, viel Zeit und Liebe zum Detail drin. Meine Freunde, die keinen Blog haben, haben nicht die geringste Ahnung was dahinter steckt und ich glaube nicht, dass sie überhaupt an diese Arbeit glauben.
    Mit einfach so schnell nebenbei Bloggen geht für mich nichts. Ich kann nicht ohne Planung einfach in zwei Minuten etwas schreiben, ich brauche ein Thema, das mich inhaltlich zufrieden stellt, mir etwas bedeutet und Spaß macht.
    Da ich im Monat ungefähr 8-mal schreibe, und dabei 4 fixe Beitragsserien habe, habe immer genug Ideen über das ich schreiben kann, das ist aber keine Pflicht, wenn ich nichts zu schreiben habe, tue ich es nicht.
    Liebe Grüße,
    Claudia

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