Meine späte Kleiderliebe

Werbung / Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Modemarke Cecil entstanden

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Wenn ich dich in meinen Kleiderschrank blicken lassen würde, dann würdest du sehr schnell sehen, dass ich überwiegend Hosen trage. Über den Hosen hängen meine Blusen, Blusenshirts, Strickjacken und gegenüber im Regal stapeln sich Shirts, schön sortiert nach Kurzarm, 3/4-Arm, Langarm und Tops. Die Pullover liegen eine Etage höher und sind sortiert nach Sommer und Winter.

Vor kurzem habe ich meinem Schrank eine Generalüberholung gegönnt und meine Garderobe wurde verschlankt. Es war nötig. Alle Plastikbügel wanderten in die gelbe Tonne und wurden durch Holzbügel ersetzt und die Kleidungsstücke habe ich nach Farbern sortiert. Jetzt kannst du sagen: „Wenn du weiter nichts zu tun hast.“ Wenn ich jetzt aber im Schrank stehe  (wir haben einen begehbaren Kleiderschrank), sieht es aufgeräumter aus und irgendwie beruhigt es.

Ist dir aufgefallen, dass ich Kleider gar nicht erwähnt habe? Bis vor vier fünf Jahren war ich nicht der Kleiderfan. Ja, da hingen vielleicht zwei im Schrank, aber in Hosen kann man sich einfach besser und freier bewegen. Sie sind nun mal viel bequemer. In Hosen kann man sich auch mit den entsprechenden Oberteilen und Accessoires sportlich oder elegant und festlich kleiden.

Liebe auf den ersten Blick

In unserem Südfrankreichurlaub 2018, waren wir auf dem Weg in die Stadt und gingen an einem kleinen Modegeschäft vorbei. Vor der Tür stand eine Ankleidepuppe mit einem blau gemusterten Kleid mit dreiviertel langen Ärmeln. Ich habe es gesehen, mich im Vorbeigehen noch einmal umgeschaut und das war es. Dachte ich. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mir das Kleid traurig hinterherschaut. Vielleicht wollte es von mir gekauft und mitgenommen werden. 😉

Kennst du das Buch „Das rote Kleid“ von Guido Maria Kretschmer? In dem Buch geht es um ein junges rotes Seidenkleid, das an einem Filmset in der Garderobe hängt und auf seinen großen Auftritt wartet. Mit Eric, einem alten Mantel, Lulu, einem Revuekleid und einem liebenswerten Nachthemd verbindet sie bald eine Freundschaft und alle warten auf IHREN Moment. Es ist so liebevoll geschrieben. Es spielt in der Welt der Mode aus der Sicht der Kleidungsstücke. Es ist wirklich zauberhaft.

Wollte mir dieses Kleid dort auf der Kleiderpuppe auch etwas sagen? Vielleicht hatte es keine Lust mehr so alleine in der Hitze vor dem Geschäft zu stehen. Alle anderen Kleider hingen in dem schönen wohltemperierten Laden und dieses bekam von der Straße die Abgase ab und die Touristen drückten sich auf dem schmalen Gehsteig drumherum, dass es manchmal ins Schwanken kam.

Es ging mir die nächsten Stunden nicht aus dem Kopf. Immer wieder habe ich gedacht: „Wärst du doch mal hineingegangen.“ Oder: „Ob es nachher noch da ist?“ Auf dem Rückweg, es war später Nachmittag, stand die Ankleidepuppe mit dem Kleid tatsächlich noch vor der Tür. Ich bin rein, die Verkäuferin hat es mir von der Puppe genommen, ich habe es anprobiert und es war MEINS. Der Spiegel hat mir das bestätigt. Ich habe nicht einmal nach dem Preis gefragt. An der Kasse habe ich bezahlt, ohne mit der Wimper zu zucken. Du verstehst, was ich damit meine 😉

Wenn es passt, dann passt es

Mit Hosen geht es mir z. B. nicht so. Hose passt, Farbe genau richtig, wird genommen. Wenn nichts passt, dann eben nicht. Auch gut. Strickjacken, T-Shirts, Mäntel, nichts übt auf mich diese Faszination aus, wie ein Kleid. Das war nicht immer so. Wie habe ich eigentlich die letzten vierzig Jahre vorher meine Kleidung gekauft?

 

Liebe auf den ersten, zweiten, dritten Blick

In den nächsten vier Jahren ging es mir noch oft so. Zuerst lockt die Farbe zwischen den anderen Kleidern, dann nehme ich es von der Stange und schaue es mir an. Ich halte es mir an. Vielleicht hänge ich es auch wieder zurück und schaue mir noch andere Kleider an. Kann ja sein, dass da noch ein Kleid irgendwo auf einem Ständer weiter hinten schlummert, was meine Aufmerksamkeit weckt. Wenn ich aber zum  dritten Mal zu dem Kleid greife, dann hat es mich wohl doch gerufen 😉 und es muss mit. Ich muss mir hundertprozentig sicher sein. Da darf es kein „sieht ja ganz hübsch aus“ geben. Warum? Hörst du das „aber“ dahinter. Dann kann ich es gleich hängen lassen, denn es wird sein Dasein bei mir im Kleiderschrank fristen und kein Tageslicht sehen.

Bei diesem Kleid von Cecil war ich mir hundertprozentig sicher. Blau ist meine Farbe (wie das Kleid in Frankreich). Es sitzt schön locker und luftig im Sommer und hat auf jeder Seite eine Eingrifftasche.

Der Hingucker ist natürlich der Saum. Ich musste erstmal nachschauen, was Chambray bedeutet. Das war die Angabe des Stoffes.

Chambray ist die englische Bezeichnung für ein Baumwollgewebe. Die Herstellung erfolgt mit weißen Kett- und farbigen Schussfäden. Bicolor-Gewebe stellt eine Besonderheit dar. Es besteht aus farbigen Kettfäden, die mit andersfarbigen Schussfäden kombiniert werden. Die Farbmischung ist dadurch satter und dunkler. (sagt Google)

Wenn die Sonne sich mal nicht blicken lässt, kann ich gut eine Strickjacke dazu tragen.

Ich glaube, nein ich weiß es, das wird in diesem Jahr mein Lieblingskleid.

Liebe Grüße

Gudrun

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Modemarke Cecil entstanden. Wenn du noch mehr von Cecil sehen möchtest z. B. Blusen, Röcke oder Hosen.

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10 Antworten

    1. Vielen Dank. Ja, das war ein Kauf ohne „wenn“ und „aber“, Ich mag es auch sehr.
      Ein schönes Wochenende und liebe Grüße

  1. Liebe Gudrun,
    Du siehst sehr hübsch aus mit Kleid und ich mag es auch, wenn alles schön sortiert ist. Mir ging es mit Jeans ähnlich wie Dir mit Kleidern, jetzt sind Jeans aus meinem Schrank nicht mehr wegzudenken. Aber meine große Liebe sind nach wie vor Kleider und Overalls, ja ich nutze immer das altmodische Wort, nicht Jumpsuits.
    Danke auch für den Buchtipp, das ist glaube ich echt ein Herzensschmöker.
    Liebe Grüße und schönen Sonntag
    Sigi

    1. Liebe Sigi,
      danke, danke, danke, 😉 Ja, an erster Stelle stehen natürlich Jeans. Ich habe mir jetzt erstmals eine knöchelfreie gekauft. Aber wenn ich eine Verabredung habe und wir gehen aus, dann trage ich immer öfter ein Kleid.
      Wünsche dir eine schöne Zeit und liebe Grüße
      Gudrun

  2. Liebe Grudun,

    das Kleid passt perfekt zu Dir. Ich gebe es zu, ich habe genau 2 Kleider! 🙂 Beide von Tchibo und die passen. Kleider und ich werden so schnell keine Freunde. Ich bin wenn überhaupt, ja eigentlich wie Du, eher Typ Hose. Aber Kleid, neeee. Wenn dann Rock und Oberteil, das kommt aber daher, weil meine Proportionen nicht passen und so sind Kleider eine echte Herausforderung für mich. Aber dieses Kleid und diese Farbe und der Saum. Perfekt! Gefällt mir sehr gut.

    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,
      ganz lieben Dank. Ja, das Kleid hat mir gleich gefallen und es trägt sich sehr schön. Jetzt muss nur das Wetter wieder besser werden. Aber das ist ja in Aussicht.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

  3. Das ist ja eine rührende Liebesgeschichte, und dann spielt sie auch noch in Südfrankreich, wie schön! ! Ich glaube auch, dass es „Dein“ Kleid war, es musste so sein. Und nein, ich denke bei der Kleiderschrank-Aktion nicht: Hat sie nix anderes zu tun, denn ich habe meinen Schrank sicher schon x mal umgeräumt, räume auch saisonal um, hab ebenso alles auf Holzbügel und nach Farben geordnet. Ich liebe das und es macht Freude, gleich alles ordentlich auf einen Blick zu haben. Ordnung ist Freiheit für den kreativen Geist :-DDD
    Dein jetziges Kleid ist auch wunderschön und steht dir sehr gut, v.a. für den Sommer sind ja luftige Teile so herrlich angenehm. Die Farbe finde ich übrigens toll, sehr speziell. Blau ist eben nicht gleich blau. Würde auch gut in die Provence passen!
    Liebe Grüße, Maren

    1. Vielen lieben Dank für deine Zeilen. Ja, der Schrank macht gleich einen geordneteren Eindruck. Hätte ich vorher auch nicht gedacht und einmal so, dann achte ich drauf und es bleibt auch so. 🙂
      Liebe Grüße

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