Sechs Monate, ein Roman und mein innerer Monk

Die Abgabe meines Manuskripts für den neuen Roman rückt immer näher und ich gestehe: Manchmal überkommen mich Zweifel, ob ich es pünktlich schaffe. Eine Deadline ist nämlich eine ganz neue Erfahrung für mich.

Anfang Dezember habe ich den Vertrag beim VANI Verlag unterschrieben. Damals hatte ich noch kein einziges Wort zu Papier gebracht. Und nun soll das Manuskript Anfang Juni abgegeben werden. Sechs Monate – das ist schon eine Herausforderung. Aber ich habe ganz mutig JA gesagt.

Schreiben nach Kalender

Im Laufe der letzten Monate habe ich gemerkt, dass mich der Zeitdruck doch ganz schön herausfordert. Mein Mann hat mir immer wieder Mut gemacht. Und auch meine Verlegerin sagt regelmäßig: »Wir liegen gut in der Zeit.«

Irgendwann fing ich an zu rechnen: Sechs Monate – das sind etwa 180 Tage (wenn ich alle Monate großzügig mit 30 Tagen rechne). Ich schreibe nur an Wochentagen, also bleiben 128 Tage übrig. Dann habe ich noch zusätzlich etwa 15 Samstage eingeplant.

Doch dann habe ich mit dem Rechnen wieder aufgehört. Es hat mich nur noch verrückter gemacht. Sobald in einer Woche ein Termin dazwischenkam, passte meine ganze schöne Kalkulation nicht mehr. Und zur Wahrheit gehört auch: Recherchearbeit gehört zum Schreiben genauso dazu wie das eigentliche Schreiben .

Früher war mehr Zeit

Meinen ersten Roman, den ich im Selfpublishing veröffentlicht habe, konnte ich ganz in meinem eigenen Tempo schreiben. Ich hatte alle Zeit der Welt. Auch das Manuskript für meinen Roman Au revoir und Tschüss“, der jetzt im Juni im VANI Verlag erscheint, war bereits fertig, als ich ihn beim Verlag eingereicht habe.

Dieses Mal ist es anders.

Dieses Mal schreibe ich mit Blick auf den Kalender.

Wenn der Zweifel mit am Schreibtisch sitzt

Und dann, nach einer gewissen Zeit, kommt ER. Dieser fiese kleine Kerl. Mein persönlicher Monk. Der setzt sich ungefragt auf meine Schulter und flüstert mir Selbstzweifel ins Ohr:

Bin ich gut genug?

Wer will das überhaupt lesen?

Ist diese Geschichte nicht zu platt?

Ich glaube, jede Autorin kennt diesen Moment. Noch liegen einige Seiten vor mir und manchmal schaue ich auf den Kalender und schlucke ein bisschen. Aber eines weiß ich ganz sicher: Diese Geschichte will erzählt werden

Und vielleicht sitzt du ja irgendwann mit meinem neuen Roman auf dem Sofa, schlägst die erste Seite auf und merkst gar nicht, wie viel Herzklopfen, Zweifel und Hoffnung zwischen diesen Zeilen stecken.

Liebe Grüße

Gudrun

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4 Kommentare

  1. Liebe Gudrun, ich fühle grad mit dir, und der kleine fiese Monk möchte nur ein bisschen Aufmerksamkeit.

    Ich weiss aber auch dass du es schaffst, weil du das Ziel vor Augen hast, und es doch soo schön ist wenn du da angekommen ist.

    Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf dein Sommer Buch, und du wirst mich, und viele andere, nicht enttäuschen!

    Ich grüsse dich 💚 gertrud

    1. Liebe Gertrud,
      danke für deine lieben Worte. Gerade schreibe ich wieder ganz frei von der Leber weg. Bin gespannt, was du zu dem Buch sagst. Es dauert aber noch und die Zeit zieht sich. Aber ehe ich mich versehe, wird die Zeit rum sein.
      Liebe Grüße
      Gudrun

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