Die Zeiten sind, wie sie sind

Das, was die Welt gerade ertragen muss, ist schwer. Da haben wir gedacht, wir haben Corona einigermaßen gemeistert, da kommt der Krieg in der Ukraine. Die Bilder im Fernsehen sind kaum zu ertragen und ich frage mich, wann hat das alles ein Ende?

Außer diesen Bildern, die an der Seele kratzen, hat jeder Mensch auch noch sein eigenes Päckchen zu tragen. Der eine nicht ganz so schwer, der andere umso schwerer. Da ist es nicht so leicht, positiv zu bleiben.

Ich möchte dir heute eine Geschichte erzählen.

Die Botschaft des Lachens

In Japan gibt es die Geschichte von Hotei, dem lachenden Buddha. Er zog von einem Ort zum anderen, stellte sich dort mitten auf den Marktplatz und begann zu lachen – das war seine Lehre. Sein Lachen war ansteckend und mitreißend, schallendes Gelächter, bei dem er sich den Bauch halten musste. Er rollte sich auf dem Boden hin und her vor Lachen, und die Menge um in herum fing irgendwann auch an zu lachen. Das Lachen breitete sich aus. Das ganze Dorf wurde von Lachsalven überströmt. Ein jeder wartete auf den Zeitpunkt, an dem Hotei wieder in sein Dorf kommen würde, weil er so viel Freude und Segen brachte. Er sprach niemals ein Wort. Wenn man  ihn etwas zu Buddha fragte, fing er an zu lachen. Wenn man in etwas zur Erleuchtung fragte, fing er an zu lachen. Wenn man ihm eine Frage zur Wahrheit stellte, fing er an zu lachen. Lachen war seine Botschaft.  (Verfasser unbekannt)

 

Der lachende Buddha steht für Glück, Lebensfreude und Humor.

 

 

2012 habe ich Lachyoga für mich entdeckt, was mir ermöglicht, zu jeder Zeit auch ohne Grund zu lachen und mich in eine bessere Stimmung zu bringen.

Jetzt stellst du dir vielleicht die Frage, darf ich lachen, wenn es anderen nicht so gut geht oder darf ich lachen, wenn ich traurig bin. Aber ganz ehrlich, es gibt schon viele Jahre Kriege auf dieser Welt, nur nicht so nah wie im Moment. Es gibt Hunger in so vielen Ländern und Klimakatastrophen, auch hier bei uns.

 

Wie soll ich überhaupt ins lachen kommen, wenn ich traurig bin, da ist mir nicht zum Lachen.

 

Ich kann mich gut an eine Situation erinnern, die schon einige Jahre zurückliegt. Es war ein Freitag. Ich war früh morgens aufgestanden und fühlte mich total schlapp und down. Die Woche war anstrengend gewesen und ich fragte mich, wie ich den Tag überstehen sollte. Ich musste arbeiten, danach hatte ich Klavierunterricht und danach musste ich noch einkaufen.

Da stand ich also frühmorgens im Badezimmer vor dem Spiegel und dachte NIEMALS, das schaffe ich nicht.

Aber wozu gibt es Lachyoga. Ich habe angefangen, vor dem Spiegel Grimassen zu schneiden. Erst ganz zaghaft, dann immer verrückter. Ich gnickerte vor mich hin. Es ging schon los und es wurde immer mehr. Irgendwann hat mich nichts mehr gehalten. Ich habe so gelacht, einige Minuten und plötzlich merkte ich, dass es mir besser ging. Der Tag war gerettet und abends ging es mir immer noch gut.

Man kann also wirklich lachen, wenn einem nicht danach ist.

 

Gemeinsam macht so was natürlich viel mehr Spaß, darum leite ich Lachyoga in Gruppen an. Vor Corona habe ich mit meiner Gruppe alle zwei Wochen einen Lachspaziergang im Wald gemacht. Samstagmorgen um 10 Uhr bei schöner, klarer Waldluft, macht das Ganze noch viel mehr Spaß. Als wir wegen Corona auf Distanz gehen mussten, habe ich ein Online-Lachen über Zoom ins Leben gerufen und auch das funktioniert prima für die, die sich darauf einlassen möchten.

Wir können unseren Körper trainieren, willentlich zu lachen. Das ist wie Fahrradfahren oder Schwimmen, das verlernt man dann nicht mehr.

Alles was Lachyoga kann, wie es geht und was es bewirkt, kann ich jetzt hier nicht in diesem Beitrag bringen, aber du kannst gern hier bei mir nachlesen:

Lachyoga

Was ist Lachyoga

Lachyoga – Angebot

Es hilft niemanden und mir schon gar nicht, wenn ich traurig und lustlos in der Ecke sitze. Wenn es mir gut geht, dann habe ich Energie und Freude. Wenn ich Energie und Freude habe, kommen mir Ideen, wie ich etwas besser machen kann oder kann andere inspirieren, sich auf etwas Neues einzulassen. Lachen und gute Laune machen das Leben leichter.

HIER habe ich schon mal einen Beitrag geschrieben, wie ich in schwierigen Zeiten versuche, bei mir zu bleiben. Möglichkeiten gibt es viele und jede oder jeder hat da seinen Weg. Du hast die Wahl, traurig und lustlos zu sein oder mit Freude und Energie den Tag zu leben. Wie du das machst, das ist deine Entscheidung.

Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst.

Liebe Grüße

Gudrun

 

 

 

Bildnachweis: Titelbild von Josch 13 auf Pixabay

                          Zeichnung von Clkes-Free-Images auf Pixabay

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20 Antworten

  1. Wunderbar – Deine so
    positive Beschreibung
    des Lachyogas –
    einfach herrlich ansteckend
    und umfassend gut und
    flockig/ locker erklärt !

    Die Frage, warum man nicht
    die vielen Vorteile des
    Geschenkes ‚Lachen‘
    für sich und andere
    nutzen sollte , dürfte
    nun nicht mehr
    unbeantwortet sein…..

    Irgendwie hast Du etwas
    fast ‚unbeschreibliches‘
    so prima und sinnvoll
    dargestellt und als
    natürlich gegebenen
    körperlichen Ablauf
    fühlbar gemacht,
    dass man sich fragt,
    wie der Mensch an sich
    doch mit schlechter Laune
    selbstverständlicher
    und sichtbarer durchs
    Leben geht, ohne dies zu
    verbergen , als offen
    die Freundlich- bzw.
    Fröhlichkeit :-)))
    zu zeigen !!!

    alle guten Wünsche
    und viel Erfolg
    weiterhin wünscht
    vom Lachen angesteckt :

    Katharina ♡

    .

    1. Ganz liebe Dank, Katharina. Ja, man muss es erst entdecken und dann sich aber auch trauen. In unserer Gesellschaft ist es verpöhnt, laut zu lachen. Das fängt bei kleinen Kindern schon an. „Sei nicht so laut.“ „Das macht man nicht.“ „Lach nicht so laut.“ Kennst du das?
      Dabei bringt lachen so viel.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

      1. ja , in den Kinderjahren muss
        man schon erfahren , dass
        man nicht so einfach drauf los
        lachen darf – wieso eigentlich nicht ??
        Dadurch geht viel natürliche
        Spontanität verloren – schade !

        wie gut, dass es Lach -Yoga
        gibt und das gesund und froh machende Lachen wieder
        antrainiert werden kann ….

        Es sollte nur mehr und
        an vielen zusätzlichen Orten
        angeboten werden !

        Mir ist im oberbergischen
        Kreis nichts in der Richtung
        bekannt !

        mit einem lachenden
        Auge grüsst alle
        Fans

        Katharina

        .

        1. Katharina, dann google doch mal. Vielleicht gibt es das ganz in deiner Nähe und du weißt es nur nicht.
          Liebe Grüße
          Gudrun

  2. Es heißt nicht umsonst „Lachen ist die beste Medizin“. Und natürlich darfst Du auch lachen, wenn Dir eigentlich nicht danach zumute ist. Es soll Menschen geben, die gehen zum Lachen in den Keller. Das ist natürlich auch nur so ein Spruch, aber sinngemäß stimmt das bei vielen. Traurig eigentlich.

    Liebe Grüße
    Sabine

  3. Lachyoga, das ist ja cool.
    Tatsächlich habe ich Morgen meine erste offizielle Yogastunde und bin schon ganz gespannt. Erstmal ein Anfängerkurs und dann weitersehen.
    Dieser Tage braucht man leider deutlich mehr Balance und Zuversicht.
    Danke, Gudrun.
    Schöne Bilder übrigens!

    1. Hallo Nicole,
      ich mache Yoga auch immer wieder gerne. Wenn ich mit Menschen, die Yoga betreiben (vor allen Dingen Yogalehrer:innen) über Lachyoga spreche, dann wird immer nur mitleidig gelächelt. Die nehmen das leider nicht für voll. Aber egal. Trotz das ich Lachyoga mache, tut mir Yoga auch gut.
      Liebe Grüße
      Gudrun

  4. Liebe Gudrun,

    irgendwann mache ich mal mit. 🙂 Aber vorher übe ich mal mit den Grimassen. Aber allein beim Lesen schon musste ich lachen und das mit dem Grimassen probiere ich morgen früh mal.

    Ganz liebe Grüße
    Elke

  5. Ich bin so bei dir, liebe Gudrun. Zu lachen, das Schöne zu sehen, dankbar und ja auch fröhlich zu sein, das lässt einen ja nicht alles andere vergessen oder ignorieren. Im Gegenteil. Ich finde einen ehrlichen Umgang mit Situationen gut und wichtig,auch vor mir selbst.
    Aber es ‚gewinnen‘ die Falschen, wenn man das Leben einstellt.

    Lachyoga ist mir bisher nicht nah, ich finde es toll, dass du es machst. Mein Lachyoga ist bisher, dass ich mindestens einmal am Tag laut laChe. Das klappt bisher. Und eben Lächeln..
    Alles Liebe
    Nicole

    1. Liebe Nicole, genau der Meinung bin ich auch. Und laut lachen ist super. Nicht nur so vor sich hin gnikern und desdo länger umso besser.
      Herzliche Grüße

  6. Liebe Gudrun, Lachyoga habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich bin ganz bei Dir, ich finde, wir dürfen lachen und wir dürfen fröhlich sein und sogar Spaß haben. Und das alles nicht nur hinter vorgehaltener Hand. Das heißt ja nicht, dass wir nicht empathisch sind oder uns irgendetwas kalt lässt. Ich habe andere Strategien als Du durch schlechte Zeiten zu kommen, aber vielleicht lese ich mich mal ins Lachyoga ein.
    Danke für den Tipp.
    Herzliche Grüße
    Sigi

    1. Hallo Sigi, gern geschehen. Ja, jede und jeder hat so seine Strategie, hauptsache man tut etwas, was einem Spaß macht und was auch hilft.
      Liebe Grüße
      Gudrun

  7. „Lachen und gute Laune machen das Leben leichter.“ – So ist das!
    Der Titel meines letzten Artikels ist – „Was bringt uns zum Lächeln?“ Es ist Teil einer Serie in meinem Blog, in der das Lächeln das Hauptthema ist!
    Das ist bewiesen, dass Lachen positiv auf Körper und Geist wirkt. Deswegen, lasst uns mehr Humor in unser Leben bringen.Danke für mein erstes Lächeln am neuen Tag!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    1. Da muss ich gleich mal bei dir vorbeischauen, so etwas interessiert mich immer, liebe Claudia.
      Herzliche Grüße
      Gudrun

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