Welttag des Brotes

*Dieser Beitrag enthält Werbung für Sauerteig und lecker Brot und alles andere ist auch unbezahlt*

Richtig heißt der Tag Internationaler Welttag des Brotes. Und warum schreibe ich darüber? Am Freitag war dieser Tag des Brotes und weil er mich dazu gebracht hat, mal wieder ein Brot zu backen. Dieser Beitrag sollte eigentlich schon am Samstag erscheinen, aber mein Sauerteig war nicht so gut drauf wie sonst. Also musste ich ihn noch einen Tag länger hätscheln, bis er bereit war mitzumachen.

Seit 2006 ruft der Weltverband der Bäcker und Konditoren, mit Sitz in Madrid, den 16. Oktober zum Internationalen Welttag des Brotes aus.

Vor gut einem Jahr habe ich fast jede Woche ein Brot gebacken. Rezepte findet man genug im Internet bei Food-Blogger*innen und You Tube. Ich hatte mir zum Thema Brot backen das Buch von Martina Görnemann HIER gekauft „Sauerteig – Glück vermehrt sich in 4 Tagen“. Ich liebe dieses Buch. Es ist nicht einfach nur ein Brotbackbuch, sondern zu jedem Brot gibt es eine Geschichte.

Dann kam eine Zeit, da hatte ich mit Brot backen nichts am Hut. Aber jetzt geht es wieder los. Ich habe mir also dieses Buch geschnappt und geschaut, an was für ein Brot ich mich diesmal wage. Es sollte das Wettenhausener Klosterbrot werden und das hieß diesmal kneten, kneten, kneten. Ich habe es immer noch nicht zu einer Küchenmaschine geschafft. Die ersten Brote, die ich im letzten Jahr gebacken habe, die kamen in eine Brotbackform. Dieses Brot wird nach den Kneten und Ruhen rund gewirkt und dann frei gebacken.

Wie geht Sauerteig?

Also habe ich vor 4 Tagen meinen Sauerteig angesetzt. Das ist alles kein Hexenwerk. Du brauchst für den Sauerteig-Starter nur

am 1. Tag: 100 g Wasser und 100 g Mehl, beides verrühren und 24 Stunden ruhen lassen

am 2. Tag: 200 g Starter und 100 g Wasser und 120 g Mehl, alles wieder verrühren und 24

Stunden ruhen lassen

am 3. und 4. Tag: wieder 200 g, 100 g Wasser und 120 g Mehl und natürlich 24

Stunden ruhen lassen

Du siehst, den Starter ansetzen, das ist wirklich nicht schlimm. Ich nehme dafür ein Einmachglas und decke dies mit einem Baumwolltuch ab. Das Glas stelle ich an einen warmen Ort.

Wenn alles klappt, wird sich der Teig jeden Tag vermehren. Das ist also die Grundlage für ein gutes Sauerteigbrot. Dann kommt es darauf an, was für ein Brot du backen möchtest. Für jedes Brot benötigst du eine andere Menge an Sauerteig-Starter. Für das Wettenhausener Klosterbrot brauche ich z. B. nur 10 g. Dann gibt es wiederum Brote die brauchen 100 g, andere nur 80 g. Der Starter, der bei mir noch über war, der steht jetzt im Kühlschrank und wird nächste Woche wieder zum Leben erweckt. Dazu muss er aber wieder neu gefüttert werden und an einem warmen Ort stehen.

Ich hatte erst Bedenken, dass es nicht klappt. Denn der Starter lag am ersten Tag ziemlich müde in seinem Glas. Am zweiten Tag hat er sich ganz schön aufgeplustert und ich dachte, er würde über den Rand laufen. Am dritten Tag tat sich leider wieder nicht viel. Da habe ich in dem Sauerteigbuch nachgeschaut, was Martina Görnemann in dem Fall gemacht hätte. Sie schreibt, dass ein Esslöffel Roggenmehl reichen würde, um den Teig wieder Muckis zu verpassen. Und tatsächlich. Da hat es sich der Sauerteig noch einmal überlegt und ich konnte gestern endlich mein Brot backen. Als ich es dann aus dem Ofen geholt habe und es warm, duftend und knusprig vor mir lag, kamen Kindheitserinnerungen hoch.

Heidebrot, Dinkel, Chia, Kürbis und Kindheitserinnerungen

Als Kind wurde ich von meiner Mutter zum Bäcker geschickt, um ein Brot zu kaufen. Damals gab es nicht diese vielen Brotsorten, die es heute gibt von Dinkel über Chia und Kürbis. Bei uns zu Hause wurde Heidebrot gegessen. Die Bäckersfrau riss von einer großen Rolle ein Ende Papier ab und wickelte das Brot darin ein. Es war noch warm und duftete herrlich.

Auf dem Nachhauseweg konnte ich mich nicht ratzen und habe herzhaft in den Kanten gebissen. Er musste dran glauben. Mein Vater hat immer gelacht, er konnte mich so gut verstehen 🙂 . Eine Scheibe frisches Brot mit Butter und Salz, mehr brauche ich nicht.

Und, hast du schon einmal Brot gebacken? Nicht aus der Packung sondern mit selbst angesetzten Sauerteig. Es macht Spaß, ihm beim wachsen zuzuschauen und sein Geruch ist so besonders. Falls du es probieren solltest, sag mir doch mal wie es dir mit dem Sauerteig ergangen ist.

Liebe Grüße

Gudrun

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. elke

    Liebe Gudrun,

    ich gebe es zu. Bis jetzt habe ich es mit selbstgemachten Sauerteig noch nicht ausprobiert. hmmm, hört sich wirklich nicht so schwer an.
    2021 versuche ich es mal *lach*

    Doch Brot habe ich schon ganz viele die letzen Jahre gebacken. Mal mehr mal weniger gut…… Aber den Kanten…. Tja, den hat Udo bekommen.
    Er liebt es den Kanten zu essen. Er pur und ich mit Butter und Salz. Einfach herrlich.

    Das mit dem Brottag im Oktober wusste ich nicht. Das muss ich mir echt mal merken. Am besten gleich in meinen Kalender für 2021.

    Laß Dir das Brot schmecken…. Es sieht soooo lecker aus.

    Liebe Grüße
    Elke

    1. Gudrun

      Liebe Elke,
      ja, Sauerteigbrot ist nochmal was anderes. Der Sauerteig kann es einem auch mal übel nehmen, wenn etwas nicht so ist, wie er es braucht und möchte. Ich habe während meiner Chemozeit versucht, Sauerteig anzusetzen. Keine Chance. Zuerst konnte ich mir gar nicht vorstellen, woran das liegen konnte. Doch dann kam mir eine Idee. Wenn man eine Chemo bekommt, dann gibt der Körpert über die Poren auch wieder von dieser Substanz was ab. Eine meiner Mitstreiterinnen sagte sogar, dass sie das riechen würde, dass sie die Chemo ausdünstet. Das habe ich bei mir nicht bemerkt. Aber vielleicht war es doch so und der Sauerteig, den ich ja immer gefüttert habe und der mit mir in Berührung kam, hat das aufgenommen in seinen Ansatz und wollte deshalb nicht so wie er sollte. Aber egal. Vorbei ist vorbei und es funktioniert wieder. Das Brot hat übrigens sehr gut geschmeckt.

      Liebe Grüße
      Gudrun

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