Interview mit Anke Gattermann über Achtsamkeit

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Achtsamkeit ist bei mir im Alltag im Moment ein Thema. Warum ist Achtsamkeit für uns Menschen so wichtig? Sie lehrt uns, im Hier und Jetzt zu sein. Nicht im gestern und nicht im morgen. Sondern JETZT. HIER. Die meiste Zeit des Tages sind wir nicht bei der Sache. Wir nehmen die Momente des Lebens nicht bewusst wahr, sondern machen alles nur noch mechanisch. Unsere Gedanken schweifen ab und springen hin und her. Wir lernen durch Achtsamkeit wieder das Wahrnehmen des Moments und Dinge und Personen nicht zu bewerten.

Die Arbeitswelt wird immer schneller, höher, weiter und in Zeiten der digitalen Welt beschäftigen wir uns immer weniger mit uns selbst. Da wird permanent auf das Handy und in die sozialen Netzwerke geschaut. Unser Geist kommt nicht zur Ruhe oder vielmehr wie früher zur Muße.

Heute stelle ich dir Anke Gattermann vor. Sie ist Achtsamkeitstrainerin und Expertin für Achtsamkeit im Alltag. Anke und ich kennen uns schon sehr lange und ich habe sie auf ihrem Weg bis heute begleitet.

Hallo Anke, schön, dass du dir Zeit nimmst und ich dich hier vorstellen darf. Für mich ist ja Achtsamkeit auch immer ein Thema, aber du gehst damit jetzt raus in die Welt 😉 und möchtest noch mehr Menschen dafür sensibilisieren. Vielleicht magst du dich kurz vorstellen, auch wie dein beruflicher Werdegang bisher aussah, denn der hat ja deinen Weg bis zur Achtsamkeit auch sehr geprägt.

Achtsamkeit begleitet mich nun schon eine ganze Weile. Vor über 20 Jahren ging es mir gesundheitlich nicht gut, Angst- und Panikattacken begleiteten mich immer wieder und ich habe etwas gesucht, was mir helfen könnte. Von Yoga, über progressive Muskelentspannung, Qi Gong u. v. m. war alles dabei. Ich habe Kurse besucht und versucht, es regelmäßig zu Hause zu praktizieren. In Zeiten, wo es mir gut ging, habe ich es vernachlässigt (der innere Schweinehund und so 😉 ) und irgendwann waren die Attacken wieder da. Beruflich war ich immer sehr eingespannt, zielorientiert und pflichtbewusst und habe nie auf meinen Körper gehört. Dazu kam der Schichtdienst, der mir überhaupt nicht guttat. Es war ein langer Weg, auf dem ich lernen durfte, auf mich und meinen Körper zu hören. Jetzt arbeite ich in Teilzeit als Assistenz der Geschäftsleitung in einem wundervollen kleinen Unternehmen und unterstütze als Achtsamkeitstrainerin Menschen, die auch einen Weg suchen, mehr Achtsamkeit und Gelassenheit in ihr Leben zu lassen, damit es ihnen gesundheitlich besser geht.

 

Das Wort Achtsamkeit begegnet uns heute immer wieder. Woran hast du gemerkt, dass du achtsamer sein musst mit dir und deinem Körper?

Weil mein Körper es mir immer wieder zeigt. Sobald ich mal mehr zu tun habe und nicht auf mich achte, schickt mir mein Körper Symptome: Unwohlsein, Herzstiche, schlechter Schlaf. Mit der Achtsamkeit kann ich dem gut vorbeugen bzw. merke sofort wenn die ersten kleinen Symptome auftauchen und kann etwas dagegen tun.

Ich versuche es auch tagtäglich und doch merke ich, dass ich mich vom Alltag immer wieder ablenken lasse und am Abend habe ich die einfachste Achtsamkeitsübung wieder nicht gemacht. Was muss oder soll ich tun, nein anders gefragt, muss oder soll hört sich so nach erhobenen Zeigefinger an, was darf ich tun, um da eine Regelmäßigkeit reinzubekommen?

Ich bin da auch nicht dogmatisch. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Gut ist eine Routine zu entwickeln und mit Kleinigkeiten anzufangen und dann, sich zu steigern. So habe ich es gemacht. Für mich ist es jetzt selbstverständlich, immer wieder zwischendurch achtsam zu mir zu sein und z. B. eine kleine Atemübung zu machen. In meinen Kursen zeige ich viele Möglichkeiten der Achtsamkeit und bespreche mit den Teilnehmer*innen wie sie es in den Alltag integrieren können. Und dann heißt es üben, integrieren, auf seinen Körper achten. Und wenn man abends festgestellt hat, dass man nicht achtsam war, ist es wichtig, sich nicht zu verurteilen, sondern morgen wieder von Neuem zu beginnen.

Machst du Achtsamkeitsübungen wirklich jeden Tag und welchen Einfluss haben sie auf deinen Körper? Was ist anders, seitdem du Achtsamkeit praktizierst?

Seitdem ich Achtsamkeit in meinen Alltag integriert habe, geht es mir gesundheitlich sehr gut. Ich habe keine Angst- und Panikattacken mehr und sobald ich mich doch mal etwas übernehme, z. B. beruflich, nehme ich die körperlichen Symptome sofort wahr und kann mit speziellen Übungen dagegen angehen. Und da ich Achtsamkeit schon sehr lange praktiziere, liebe ich es, zwischendurch mal eine Atemübung zu machen, achtsam einen Tee zu trinken oder spazieren zu gehen. Ich nehme mir jeden Tag solche kleinen Auszeiten, die mir unheimlich guttun.

Du und deine Freundin Tatjana Hennighausen, ihr bietet am 24./25.06.2023 ein Retreat für Frauen an. Ihr nennt es „Ein Wochenende nur für dich“. Was erwartet die Teilnehmerinnen an diesen zwei Tagen?

Es soll eine Auszeit vom Alltag sein, einfach mal Zeit für sich nehmen, und die Teilnehmerinnen sollen Tools an die Hand bekommen, damit sie ihren Alltag stressfreier begegnen können. Wir werden meditieren, Achtsamkeitsübungen kennenlernen, Tatjana wird intuitives Essen lehren, wir werden raus in die Natur gehen. Außerdem wird es eine Kakaozeremonie geben und noch vieles mehr. Wir freuen uns auf all die wunderbaren Frauen und den schönen Austausch, der auf solchen Events immer entsteht.

Die Veranstaltung findet in einem wunderschönen Seminarhaus in Evessen am Elmrand statt. Ich habe dort selbst schon Kurse gegeben und es sind wirklich sehr schöne Räume. Wenn jetzt eine Teilnehmerin von weiter her teilnehmen möchte, wie sieht es mit einer Übernachtungsmöglichkeit aus?

Ja, die gibt es. Rund um Evessen gibt es ein paar schöne Übernachtungsmöglichkeiten.

Kannst du meinen Leserinnen noch eine einfache Achtsamkeitsübung mit auf den Weg geben, die sie in ihren Alltag einbauen können?

Sehr gerne. Eine schöne Übung achtsam in den Tag zu starten, kannst du gleich morgens nach dem Aufwachen praktizieren:

Morgens kannst du die ersten Minuten nach dem Aufwachen noch eine kurze Zeit mit offenen Augen liegenbleiben. Sei dir des Wachseins bewusst, spüre in die Atmung und in den Körper hinein und besinne dich darauf, den Erfahrungen des Tages mit Achtsamkeit zu begegnen. Spüre deinen Atem, deinen Körper, deinen Hunger, deinen Durst, deine Gedanken. Einfach alles, was da ist. Ohne es zu bewerten. Wenn du bereit bist, setze bewusst den ersten Schritt in einen neuen Tag und freue dich auf alles, was dich erwartet.

Ich danke dir, Anke und wünsche dir und Tatjana für euer Retreat viel Erfolg.

Hier findest du Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe von Evessen. Die Unterkünfte sind nur mit Auto zu erreichen.

Appartement in Cremlingen, 10 Minuten von Evessen entfernt

Moderne Wohnung ebenfalls in Cremlingen

Appartement in Gilzum, 2 Minuten von Evessen entfernt

Markt Eins in Schöppenstedt, das Hotel ist 6 Minuten entfernt

Ferienwohnung und Appartement in Dettum,  die Unterkunft liegt 5 Minuten entfernt

Wenn du dir jetzt überlegst, an dem tollen Workshop teilzunehmen, dann solltest du nicht zu lange warten, denn Anmeldeschluss ist der 10.06.2023. Anmelden kannst du dich bei anke.gattermann@gmail.com oder im freiraum Evessen unter freiraum-evessen@web.de.

Lass uns mehr auf uns und unseren Körper hören.

Gib acht auf dich

Liebe Grüße

Gudrun

 

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